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JPEG vs. PNG vs. WebP vs. AVIF: Welches Bildformat?

Ein umfassender Vergleich von JPEG, PNG, WebP und AVIF: wie jedes komprimiert, Transparenz- und Animationsunterstützung, Browser-Support und wann was.

Maya Bauer26. Juni 20267 Min. Lesezeit

Die Wahl eines Bildformats war früher einfach: JPEG für Fotos, PNG für alles andere. Heute gibt es vier ernstzunehmende Kandidaten — JPEG, PNG, WebP und AVIF— und das richtige zu wählen kann deine Dateigrößen halbieren (oder mehr), ohne dass jemand einen Qualitätsverlust bemerkt. Dieser Leitfaden erklärt genau, wie jedes Format komprimiert, was es kann und was nicht, und wie du sicher die richtige Wahl triffst.

JPEG: das fotografische Arbeitspferd

JPEG (oder JPG) ist seit den 1990er-Jahren das Standardformat für Fotografien — und das aus gutem Grund. Es nutzt verlustbehafteteKompression auf Basis der diskreten Kosinustransformation, zerlegt ein Bild in 8×8-Blöcke und verwirft hochfrequente Details, die dein Auge kaum wahrnimmt. Bei einem typischen Foto kann es ein Zehntel der Größe eines unkomprimierten Originals liefern, ohne bei normalen Betrachtungsgrößen sichtbaren Verlust.

Seine Schwächen sind bekannt. JPEG hat keine Transparenz(keinen Alphakanal), keine Animation und nur 8 Bit pro Farbkanal. Es kämpft außerdem mit scharfen Kanten und flächigen Farben — Text, Logos und Strichzeichnungen bekommen sichtbare „Ringing“-Artefakte rund um die Kanten. Ein JPEG wiederholt neu zu speichern verstärkt den Schaden, denn der Verlust ist dauerhaft und kumulativ.

  • Kompression: nur verlustbehaftet.
  • Transparenz / Animation: keine von beiden.
  • Browser-Support:universell — jeder jemals gebaute Browser und jedes Gerät.
  • Ideal für: Fotografien und komplexe realistische Bilder, bei denen maximale Kompatibilität zählt.

Wenn ein JPEG deine einzige Option ist, lautet das Ziel: einmal und gut komprimieren. Mit unserem JPEG-Kompressorkannst du ein Qualitätsniveau einstellen und den Größenkompromiss sofort sehen — vollständig in deinem Browser.

PNG: pixelgenaue Grafiken und Transparenz

PNG ist das verlustfreie Gegenstück zu JPEG. Es komprimiert mit demselben DEFLATE-Algorithmus, der auch in ZIP-Dateien steckt, und bewahrt so jedes Pixel exakt und dekomprimiert zu einer bytegenauen Kopie. Das macht es ideal für alles mit knackigen Kanten oder flächigen Farben: Logos, Symbole, Screenshots, Diagramme und UI-Elemente.

PNG fügte außerdem die Funktion hinzu, die JPEG nie hatte: einen vollen Alphakanal für weiche Transparenz, weshalb es zum Webstandard für Grafiken über unterschiedlichen Hintergründen wurde. Der Nachteil ist die Größe. Bei einer Vollfarbfotografie kann ein PNG leicht fünf- bis zehnmal größer sein als das entsprechende JPEG, weil verlustlose Kompression das fotografische Detail, das JPEG so klein macht, schlicht nicht verwerfen kann.

  • Kompression: verlustfrei.
  • Transparenz: ja, voller 8-Bit-Alphakanal. Animation: nein (das ist APNG, selten genutzt).
  • Browser-Support: universell.
  • Ideal für: Logos, Symbole, Strichzeichnungen, Screenshots und jedes Bild, das Transparenz oder pixelgenaue Kanten benötigt.

PNGs schleppen oft redundante Metadaten und eine suboptimale Codierung mit sich. Ein verlustfreier Durchlauf durch unseren PNG-Kompressor kann einen spürbaren Teil der Datei einsparen, ohne ein einziges sichtbares Pixel zu verändern.

WebP: das moderne Allround-Talent

WebP, entwickelt von Google, war das erste breit verbreitete Format, das alles in einem Container vereinte. Es bietet sowohl verlustbehaftete als auch verlustfreieModi, unterstützt in beiden Transparenz und kann sogar Animationen aufnehmen — als kleinerer, qualitativ besserer Ersatz für GIF.

In der Praxis ist verlustbehaftetes WebP typischerweise 25–35 % kleiner als ein JPEGbei vergleichbarer Qualität, und verlustfreies WebP schlägt PNG meist um rund 20–26 %. Es wird in jedem aktuellen großen Browser unterstützt — Chrome, Firefox, Safari und Edge —, was es zu einem sicheren, risikoarmen Upgrade gegenüber den Altformaten für nahezu jede Website macht.

  • Kompression: verlustbehaftet und verlustfrei.
  • Transparenz / Animation: beide unterstützt.
  • Browser-Support: hervorragend in allen modernen Browsern.
  • Ideal für:universelle Webbilder, bei denen du kleinere Dateien als JPEG oder PNG willst — praktisch ohne Kompatibilitätsrisiko.

Du kannst bestehende Assets nach WebP konvertieren oder WebP-Dateien mit unserem WebP-Kompressor neu komprimieren.

AVIF: die kleinsten verfügbaren Dateien

AVIF ist das neueste der vier, abgeleitet vom AV1-Videocodec. Es ist der Kompressions-Champion: bei den meisten Bildern erzeugt es die kleinste Datei bei gegebener Qualität, oft 50 % kleiner als JPEG und deutlich kleiner als WebP. Es unterstützt verlustbehaftete und verlustfreie Modi, Transparenz, Animation, einen großen Farbraum und HDR mit 10- und 12-Bit-Tiefe— nützlich für moderne Displays.

Die Kompromisse sind die Codiergeschwindigkeit und ein etwas jüngerer Support. AVIF kann langsamer zu codieren sein als JPEG oder WebP, und obwohl ihn inzwischen jeder aktuelle große Browser decodiert, tun das sehr alte Browserversionen womöglich nicht. Für maximale Reichweite liefern Websites AVIF häufig mit einem WebP- oder JPEG-Fallback über das HTML-Element <picture> aus.

  • Kompression: verlustbehaftet und verlustfrei, mit den besten Verhältnissen der vier.
  • Transparenz / Animation: beide, plus HDR und großer Farbraum.
  • Browser-Support: alle aktuellen großen Browser; biete einen Fallback für sehr alte Clients.
  • Ideal für: leistungskritische Websites, bei denen die kleinstmöglichen Dateien am wichtigsten sind.

Versuch einmal, ein Foto durch unseren AVIF-Kompressorzu schicken und das Ergebnis mit demselben Bild als JPEG oder WebP zu vergleichen — der Unterschied ist oft frappierend.

Der schnelle Entscheidungsleitfaden

Wenn du dir nicht sicher bist, wozu du greifen sollst, fang hier an:

  • Fotos, maximale Kompatibilität → JPEG. Die universelle Wahl, wenn die Datei überall und von allem geöffnet werden könnte.
  • Logos, Symbole, Screenshots, Transparenz → PNG. Verlustfreie Kanten und ein voller Alphakanal.
  • Allgemeine Webbilder, kleiner und ohne Risiko → WebP. Ein nahtloses Upgrade, das in allem Modernen funktioniert.
  • Kleinstmögliche Dateien für die Performance → AVIF (mit einem Fallback). Die beste Kompression, die du heute bekommen kannst.

Eine maßgebliche Referenz dazu, wie Browser die einzelnen Formate behandeln, ist der MDN-Leitfaden zu Bilddateitypen — der beste Ort, um tiefer einzusteigen.

Zwischen Formaten konvertieren

Der schnellste Weg, das richtige Format zu finden, ist, ein paar auszuprobieren und zu vergleichen. Wenn du einen Ordner voller alter JPEGs oder überdimensionierter PNGs hast, kannst du mit unserem Bildkonverter zwischen JPEG, PNG, WebP und AVIF wechseln und zusehen, wie sich die Dateigrößen nebeneinander verändern. Da jedes FileShrinking-Tool zu 100 % in deinem Browserläuft, werden deine Bilder nirgendwo hochgeladen — du kannst mit sensiblen oder persönlichen Dateien ganz ohne Datenschutzrisiko experimentieren.

Die Kurzfassung: Behalte ein hochwertiges Master, wähle das Format, das zur Aufgabe passt, und komprimiere einmal. Mach das, und du veröffentlichst Bilder, die zugleich klein und scharf sind — ohne sie je von deinem Gerät zu senden.